Mittwoch, 19.05.2010
"Atme mit einem Ton 2 - 3 mal aus und spüre deinen Körper - spüre wie sich Anspannung lösen kann. Und dabei kannst du einmal diesen Raum zwischen zwei Gedanken aufsuchen und erforschen. Am Ende eines Gedanken, bevor der Neue beginnt. Dort, wo es weder Zeit noch Raum gibt. Hier und jetzt. In diesem gegenwärtigen Augenblick."
So war ein Teil der Eingangsmeditation.
Beim anschliessenden Austausch über die gemachten Erfahrungen wurde deutlich, wie unkontrollierbar und wie schnell die Gedanken sind. Tatsächlich ist Millimeter für Millimeter zu erforschen um zu erkennen, dass du anhalten kannst. Den Impulsen aus Gedanken, inneren Bildern, Empfindungen und Gefühlen nicht zwanghaft zu folgen brauchst.
Für Thilo und mich ist es wunderschön zu erfahren, wie die Teilnehmer sich immer weiter öffnen. Immer mehr vertrauen.
Die Berichte von Nine, die ab und an von unserer Seite aus mit dabei ist, beschäftigen die Häftlinge sehr.
Das jemand trotz dieses Schicksales so liebevoll ausstrahlt und ein weiches Lächeln trägt. So ein Lächeln würden sie auch gerne haben.
Für uns wäre es das schönste Geschenk, wenn die Häftlinge hier in der vermeintlichen 'Unfreiheit' die innere Freiheit finden. Die Freiheit, die gänzlich unberührt ist von äusseren Umständen. Und wenn sie dann nach Beendigung ihrer Haftzeit wieder draussen sind, in dieser vermeintlichen 'Freiheit' und feststellen könnten, dass es keinen Unterschied gibt.
Das aus unserer Sicht die Bedingungen einer Haft sehr hilfreich sein können, sich mehr und mehr der inneren Freiheit zuzuwenden, dass wollten die Häftlinge erst nicht so wirklich annehmen.
Aber im Knast wird die äussere Unfreiheit Tag für Tag deutlicher erfahren, als dies vielleicht draussen möglich ist. Wo Lärm und Ablenkungen allgegenwärtig sind. Und im Knast wird man mehr auf sich selbst zurückgeworfen. Ist mit sich und seinen Geschichten alleine und kann tatsächlich nicht weglaufen.
Draussen, da wird die Ehefrau oder der Ehemann gewechselt oder die Stadt oder der Job oder das Auto oder was auch immer.
Hier im Knast geht das nicht!
Und so kann man das tatsächlich als ein Geschenk verstehen, die Zeit zu nutzen und aufzuwachen.
Bis nächsten Mittwoch
Rainer
Samstag, 22. Mai 2010
Samstag, 8. Mai 2010
Nicht mein Wille geschehe . . .
Heute, am 7.5.2010, beginnt unser 1. Projektwochenende im Knast. Zum ersten Mal werden wir von Freitag bis Sonntag mit den Häftlingen in der JVA arbeiten.
Wir sind immer wieder aufs Neue überrascht, dass uns die Leitung der Sozialtherapeutischen Abteilung so gut unterstützt!!
Und das ganze Filmteam mit Regisseurin, Kamera- und Tonmann ist auch dabei. In ein paar Wochen soll es einen ersten Trailer geben - juhuu.
Freitag, 7.5.2010
In die Körpertrance baut Thilo auch den sog. Schmelzatem ein.
Dabei atmest du in der Vorstellung zu einer Verspannung im Körper, löst die Anspannung mit dem Atem auf und atmest das so Aufgelöste aus.
D. h., du entspannst 2 x. Einmal beim Einatmen und dann beim Ausatmen.
Dann sollten die Teilnehmer aufstehen, einen guten Platz für sich finden und den Körperbewegungen nachgeben. Dadurch, dass der Körper losgelassen wird kann sich viel Anspannung auflösen und können Gefühle und Erfahrungen besser auftauchen.
Und siehe da. Unser Teilnehmer, der bisher 'hartnäckig' daran festgehalten hatte, immer seine Sandalen anzubehalten, hatte diese plötzlich ausgezogen. Auch das kann helfen über die Fußsohlen besser im Kontakt zum Untergrund zu sein und die Körperschwingungen noch besser wahrzunehmen.
Anschliessend haben wir nochmals über die authentischen Gefühle gesprochen. Hier unterscheidet sich unsere Arbeit zu Ansätzen in der Therapie, da bei uns jedes Gefühl, Alles, auftauchen darf und soll. Wir lassen den Gefühlen freien Lauf, ohne sie auszuagieren. Bei der Therapie geht es manchmal darum die Gefühle im Griff zu behalten.
Bei der Reflektion über den Satz/die Haltung
"Es durfte so sein wie es war" berichtete ein Teilnehmer:
"Wenn ich in die Vergangenheit zurück gehe, an das Opfer denke oder einen schlechten Film sehe, wie z. B. "Vermisst", dann weine ich auch Tränen. Dann kommt die Angst, ich halte das nicht aus"
Dazu von uns: "Aber das sind nur Gedanken. Es gibt keine Erfahrung das nicht auszuhalten. Zu explodieren. Dann wärst du jetzt nicht mehr hier."
2-er Übung:
"Wer bist du, wenn du keine Geschichte hast?"
Wechselseitig ist einer der spirituelle Freund, der keine eigenen Ideen oder Erwartungen hat, wie der Andere sein soll oder welche Antworten er gibt. Durch diese Haltung, mit der du nichts als reine Liebe bist, kannst du den Anderen am besten begleiten.
Nach der Pause ermutigte Thilo jeden Teilnehmer eine Frage zu stellen. Dabei stellte ein anderer Teilnehmer heraus, dass er auf keinen Fall angefasst werden möchte. Dass das eine absolute Grenze für ihn ist. "Ich mag kein kuscheln hier".
Ob unsere Erklärungen und Ausführungen zu der Körperarbeit und dem geschützten Raum hier angekommen waren musste der morgige Tag zeigen.
Mit der Programmbeschreibung für den morgigen Samstag ging der 1. Tag zu Ende.
Samstag, 08.05.2010
Obwohl ich rechtzeitig aufgestanden war [06.30 Uhr] habe ich mich mit der S-Bahn Richtung Grünau verfahren. Thilo war ganz schön 'genervt' bis er mich wieder gefunden hatte . . .
Leider war der Teilnehmer, der gestern über seine Grenzen körperlichen Kontaktes und das 'Kuscheln' gesprochen hatte heute nicht mehr dabei. Schade.
Zum ersten Mal wurde unter Anleitung von Thilo Yoga gemacht. Eine ganze Stunde lang. Dazu mussten wir zunächst verdeutlichen, dass es sich hierbei nicht um Sport handelt sondern um Übungen, die die Haltung des Hineinschmelzens fördern.
So gelockert und im Fluss sollte die 2-er Übung:
"Was willst du wirklich?" gemacht werden.
Bei dem anschliessenden Austausch über die einzelnen Erfahrungen oder Fragen habe ich leider den Spruch von Mahatma Gandhi, den ein Teilnehmer zitierte, vergessen.
Allerdings fällt mir dazu ein weiterer seiner Sprüche ein;
Ohne Wahrheit kann es keine Erkenntnis geben
Und dann gab es zum Mittag erstmals für uns 'Knastessen'
Nudelsuppe mit [ein wenig] Hühnerfleisch. Entschädigt wurden wir aber durch den super lecker Kuchen vom Zellengenossen eines Teilnehmers [im früheren 'Leben' Konditor].
Und dann kam`s knüppeldick. Thilo liess die "Golden Cross Meditation"
Du kannst für diesen letzten Wunsch, den Wunsch die Innere Freiheit zufinden, stehen.
Und ich habe auch mitgemacht. Unbeschreiblich. Du stehst eine Stunde mit ausgebreiteten Armen [fast wie am Kreuz] und lässt alles auftauchen. Dazu stehst du einem Anderen mit Augenkontakt gegenüber. Was ich für Gedanken, Schmerzen und Wahrnehmungen hatte kann ich kaum beschreiben. Umso berauschender ist das Gefühl, wenn es vorbei ist, wenn man es geschafft hat.
Nach einer kurzen Pause habe ich dann eine Trance angeleitet: "Gehe in der Erinnerungen in dein schönstes Erlebnis. Mit allen Sinnen - - - was braucht es um das Erlebnis noch schöner werden zu lassen?"
Mit einer abschliessenden Erfahrungsrunde ging´s dann in den Feierabend und zurück nach Berlin.
Sonntag, 0905.2010
Wie bereits gestern, am Samstag, hiess das zunächst wieder um 06.30 Uhr aufstehen. Thilo abholen - diesmal fuhr ich - und weiter die 1 1/2 Stunden nach Brandenburg fahren, damit es pünktlich um 09.00 Uhr losgehen kann.
Das leicht modifizierte Yoga durch Thilo war wieder richtig Klasse.
Natürlich haben wir über die 'Golden Cross Meditation' berichtet.
Aber dann mit einiger Stille im sitzen habe ich das 'Verbundene Atmen' vorgestellt, das wir anschliessend für mindestens 1 Stunde machen würden.
Dabei atmet Derjenige, der begleitet wird so, dass er in der Vorstellung wie auf einem Zifferblatt einer Uhr zwischen 7 und 5 Uhr aus- und einatmet. Also einatmen bis 5/17 Uhr und mit Schwung bis 7/19 Uhr ausatmen. Der Schwung vielleicht so wie auf einer Schaukel. Und dann kann das Ausatmen zunehmen und auf dem 'Ziffernblatt' kann es immer höher gehen, bis Aus- und Einatmen unmittelbar ineinander übergehen. Das Verbundene Atmen. Und alles darf auftauchen.
Nach dem Ausklingen der Übung, ganz besonders mit einem Nachspüren und dem Austausch darüber, gab es nochmal Mittag [pan. Schnitzel mit Kartoffeln, Bohnen mit Speck und Sosse] und dann musste ich mich wegen eines privaten Termines auf den Heimweg machen.
Auf jeden Fall schwingt und wirkt das ganze Wochenende auch in mir stark nach.
Rainer
P. S.: man kann das Projekt auch ohne Geld unterstützen. Wir suchen Jemanden, der die Tonaufnahmen, die wir parallel zum Film machen, transkribiert.
Wär das was für dich?
Wir sind immer wieder aufs Neue überrascht, dass uns die Leitung der Sozialtherapeutischen Abteilung so gut unterstützt!!
Und das ganze Filmteam mit Regisseurin, Kamera- und Tonmann ist auch dabei. In ein paar Wochen soll es einen ersten Trailer geben - juhuu.
Freitag, 7.5.2010
In die Körpertrance baut Thilo auch den sog. Schmelzatem ein.
Dabei atmest du in der Vorstellung zu einer Verspannung im Körper, löst die Anspannung mit dem Atem auf und atmest das so Aufgelöste aus.
D. h., du entspannst 2 x. Einmal beim Einatmen und dann beim Ausatmen.
Dann sollten die Teilnehmer aufstehen, einen guten Platz für sich finden und den Körperbewegungen nachgeben. Dadurch, dass der Körper losgelassen wird kann sich viel Anspannung auflösen und können Gefühle und Erfahrungen besser auftauchen.
Und siehe da. Unser Teilnehmer, der bisher 'hartnäckig' daran festgehalten hatte, immer seine Sandalen anzubehalten, hatte diese plötzlich ausgezogen. Auch das kann helfen über die Fußsohlen besser im Kontakt zum Untergrund zu sein und die Körperschwingungen noch besser wahrzunehmen.
Anschliessend haben wir nochmals über die authentischen Gefühle gesprochen. Hier unterscheidet sich unsere Arbeit zu Ansätzen in der Therapie, da bei uns jedes Gefühl, Alles, auftauchen darf und soll. Wir lassen den Gefühlen freien Lauf, ohne sie auszuagieren. Bei der Therapie geht es manchmal darum die Gefühle im Griff zu behalten.
Bei der Reflektion über den Satz/die Haltung
"Es durfte so sein wie es war" berichtete ein Teilnehmer:
"Wenn ich in die Vergangenheit zurück gehe, an das Opfer denke oder einen schlechten Film sehe, wie z. B. "Vermisst", dann weine ich auch Tränen. Dann kommt die Angst, ich halte das nicht aus"
Dazu von uns: "Aber das sind nur Gedanken. Es gibt keine Erfahrung das nicht auszuhalten. Zu explodieren. Dann wärst du jetzt nicht mehr hier."
2-er Übung:
"Wer bist du, wenn du keine Geschichte hast?"
Wechselseitig ist einer der spirituelle Freund, der keine eigenen Ideen oder Erwartungen hat, wie der Andere sein soll oder welche Antworten er gibt. Durch diese Haltung, mit der du nichts als reine Liebe bist, kannst du den Anderen am besten begleiten.
Nach der Pause ermutigte Thilo jeden Teilnehmer eine Frage zu stellen. Dabei stellte ein anderer Teilnehmer heraus, dass er auf keinen Fall angefasst werden möchte. Dass das eine absolute Grenze für ihn ist. "Ich mag kein kuscheln hier".
Ob unsere Erklärungen und Ausführungen zu der Körperarbeit und dem geschützten Raum hier angekommen waren musste der morgige Tag zeigen.
Mit der Programmbeschreibung für den morgigen Samstag ging der 1. Tag zu Ende.
Samstag, 08.05.2010
Obwohl ich rechtzeitig aufgestanden war [06.30 Uhr] habe ich mich mit der S-Bahn Richtung Grünau verfahren. Thilo war ganz schön 'genervt' bis er mich wieder gefunden hatte . . .
Leider war der Teilnehmer, der gestern über seine Grenzen körperlichen Kontaktes und das 'Kuscheln' gesprochen hatte heute nicht mehr dabei. Schade.
Zum ersten Mal wurde unter Anleitung von Thilo Yoga gemacht. Eine ganze Stunde lang. Dazu mussten wir zunächst verdeutlichen, dass es sich hierbei nicht um Sport handelt sondern um Übungen, die die Haltung des Hineinschmelzens fördern.
So gelockert und im Fluss sollte die 2-er Übung:
"Was willst du wirklich?" gemacht werden.
Bei dem anschliessenden Austausch über die einzelnen Erfahrungen oder Fragen habe ich leider den Spruch von Mahatma Gandhi, den ein Teilnehmer zitierte, vergessen.
Allerdings fällt mir dazu ein weiterer seiner Sprüche ein;
Ohne Wahrheit kann es keine Erkenntnis geben
Und dann gab es zum Mittag erstmals für uns 'Knastessen'
Nudelsuppe mit [ein wenig] Hühnerfleisch. Entschädigt wurden wir aber durch den super lecker Kuchen vom Zellengenossen eines Teilnehmers [im früheren 'Leben' Konditor].
Und dann kam`s knüppeldick. Thilo liess die "Golden Cross Meditation"
Du kannst für diesen letzten Wunsch, den Wunsch die Innere Freiheit zufinden, stehen.
Und ich habe auch mitgemacht. Unbeschreiblich. Du stehst eine Stunde mit ausgebreiteten Armen [fast wie am Kreuz] und lässt alles auftauchen. Dazu stehst du einem Anderen mit Augenkontakt gegenüber. Was ich für Gedanken, Schmerzen und Wahrnehmungen hatte kann ich kaum beschreiben. Umso berauschender ist das Gefühl, wenn es vorbei ist, wenn man es geschafft hat.
Nach einer kurzen Pause habe ich dann eine Trance angeleitet: "Gehe in der Erinnerungen in dein schönstes Erlebnis. Mit allen Sinnen - - - was braucht es um das Erlebnis noch schöner werden zu lassen?"
Mit einer abschliessenden Erfahrungsrunde ging´s dann in den Feierabend und zurück nach Berlin.
Sonntag, 0905.2010
Wie bereits gestern, am Samstag, hiess das zunächst wieder um 06.30 Uhr aufstehen. Thilo abholen - diesmal fuhr ich - und weiter die 1 1/2 Stunden nach Brandenburg fahren, damit es pünktlich um 09.00 Uhr losgehen kann.
Das leicht modifizierte Yoga durch Thilo war wieder richtig Klasse.
Natürlich haben wir über die 'Golden Cross Meditation' berichtet.
Aber dann mit einiger Stille im sitzen habe ich das 'Verbundene Atmen' vorgestellt, das wir anschliessend für mindestens 1 Stunde machen würden.
Dabei atmet Derjenige, der begleitet wird so, dass er in der Vorstellung wie auf einem Zifferblatt einer Uhr zwischen 7 und 5 Uhr aus- und einatmet. Also einatmen bis 5/17 Uhr und mit Schwung bis 7/19 Uhr ausatmen. Der Schwung vielleicht so wie auf einer Schaukel. Und dann kann das Ausatmen zunehmen und auf dem 'Ziffernblatt' kann es immer höher gehen, bis Aus- und Einatmen unmittelbar ineinander übergehen. Das Verbundene Atmen. Und alles darf auftauchen.
Nach dem Ausklingen der Übung, ganz besonders mit einem Nachspüren und dem Austausch darüber, gab es nochmal Mittag [pan. Schnitzel mit Kartoffeln, Bohnen mit Speck und Sosse] und dann musste ich mich wegen eines privaten Termines auf den Heimweg machen.
Auf jeden Fall schwingt und wirkt das ganze Wochenende auch in mir stark nach.
Rainer
P. S.: man kann das Projekt auch ohne Geld unterstützen. Wir suchen Jemanden, der die Tonaufnahmen, die wir parallel zum Film machen, transkribiert.
Wär das was für dich?
Donnerstag, 6. Mai 2010
Der Körper ist ein wertvolles Tor zur inneren Freiheit
Das hat man auch nicht alle Tage, dass man von dem Chefredakteur einer Zeitung interviewt wird.
Gestern war das der Fall. Thilo und ich standen dem Chefredakteur der 'UZ' unsere Zeitung, der Gefängniszeitung der JVA Brandenburg, Rede und Antwort.
Da unser Gesprächspartner selbst in seinem Leben umfangreiche Achtsamkeitserfahrungen gemacht hat war es um so leichter über die 'Innere Freiheit' das Aufwachen zu sprechen.
Ergebnis;
was für ihn wie eine kleine graue Maus ausgesehen hatte entpuppte sich im Laufe des Interviews zu einem mächtigen Elefanten. Wir waren ihm nämlich als 2 Meditationstypen mit guruhaften Ansichten angekündigt worden. Die Ernsthaftigkeit spiritueller Arbeit, mit praktischen Werkzeugen für die Persönlichkeitsentwicklung der Häftlinge, hat dem Ganzen dann doch ein anderes Gewicht gegeben. Dies vor dem Hintergrund unserer Arbeit mit unserem spirituellen Lehrer Christian Meyer und in der Tradition von Ramana Maharshi.
Und dann ging es wie jeden Mittwoch um 17.00 Uhr wieder an die Arbeit mit den Häftlingen. Es waren vier anwesend, wobei uns vermittelt wurde, dass 2 Neue dazukommen werden. Vielleicht schon jetzt zum 7. - 9.5., dem ersten Projektwochenende in der JVA.
Nach der Körpertrance durch mich übernahm Thilo und liess die Teilnehmer aufstehen. Sie sollten für sich einen guten Platz im Raum finden und den Körper die Bewegungen machen lassen, die er von selbst machen möchte. Ganz ohne Beurteilung und ohne eigenes Wollen. Das ging erstaunlich gut bei den Männern und die Körper kamen in mehr oder weniger Schwingung. Dabei kann es hilfreich sein, den Körper zu Anfang ein wenig 'anzustossen' Vielleicht so wie bei einer Schaukel. Dann aber ist es wichtig nichts mehr zu tun sondern den Körper alleine machen zu lassen. Bei einem Teilnehmer kam erst deutlicher etwas in Bewegung, nachdem er sich aufgrund meiner Unterstützung von der Wand losgelöst hatte, an der er bis dahin Schutz und Halt gesucht hatte.
So in Schwingung kann der Körper ganz weich werden. Ganz durchlässig und Gefühle oder Erfahrungen können auftauchen.
Nach dem anschliessenden Erfahrungsaustausch haben uns die Häftlinge ihren jeweiligen ausgefüllten Fragebogen übergeben, bzw. werden das noch tun. Entweder anonym oder mit Namen versehen.
Damit ist ein weiterer wichtiger Schritt eingeleitet, nämlich eine wissenschaftliche Begleitung. Dipl. Psych. Janine Girzig wird die Bögen auswerten und die Befragung im Verlaufe des Projektes wiederholen, um Veränderungen feststellen zu können.
Auf die Ergebnisse sind wir alle sehr gespannt.
Und dann haben Sie uns die Kopien der ersten Blogs gezeigt, die wir Herrn Feelgood zur Weiterleitung an die Häftlinge übergeben hatten. Jetzt kennen auch die Freunde und Angehörigen die Website des gemeinnützigen Vereins 'Bewusst Sein e. V.' und damit die Projektkonzeption und den Blog.
Herzlich willkommen beim lesen : - ))
Den Rest der gemeinsamen Arbeit haben wir dann im Wesentlichen mit dem Thema Gefühle verbracht.
Gefühle in der genauen Abgrenzung zu Gedanken, Körperempfindungen und Erfahrungen.
Und danach ist eben "böse" kein Gefühl sondern eine gedankliche Bewertung!
Für die Arbeit ist es von grosser Bedeutung, die Gefühle wahrnehmen zu können und zu benennen. Sie sind das wichtigste Vehikel um in die Tiefe zu den Erfahrungen und der 'Inneren Freiheit' zu kommen.
Am Ende haben wir noch über die Organisation und die Schwerpunkte [Körperarbeit] des kommenden Wochenendes gesprochen.
Und wir freuen uns, wenn wir und auch das Filmteam, das wieder einmal dabei sein wird, am Samstag ein warmes Mittagessen bekommen werden. Für reichlich Tee ist auf jeden Fall gesorgt.
Einen guten Abend
Rainer
Gestern war das der Fall. Thilo und ich standen dem Chefredakteur der 'UZ' unsere Zeitung, der Gefängniszeitung der JVA Brandenburg, Rede und Antwort.
Da unser Gesprächspartner selbst in seinem Leben umfangreiche Achtsamkeitserfahrungen gemacht hat war es um so leichter über die 'Innere Freiheit' das Aufwachen zu sprechen.
Ergebnis;
was für ihn wie eine kleine graue Maus ausgesehen hatte entpuppte sich im Laufe des Interviews zu einem mächtigen Elefanten. Wir waren ihm nämlich als 2 Meditationstypen mit guruhaften Ansichten angekündigt worden. Die Ernsthaftigkeit spiritueller Arbeit, mit praktischen Werkzeugen für die Persönlichkeitsentwicklung der Häftlinge, hat dem Ganzen dann doch ein anderes Gewicht gegeben. Dies vor dem Hintergrund unserer Arbeit mit unserem spirituellen Lehrer Christian Meyer und in der Tradition von Ramana Maharshi.
Und dann ging es wie jeden Mittwoch um 17.00 Uhr wieder an die Arbeit mit den Häftlingen. Es waren vier anwesend, wobei uns vermittelt wurde, dass 2 Neue dazukommen werden. Vielleicht schon jetzt zum 7. - 9.5., dem ersten Projektwochenende in der JVA.
Nach der Körpertrance durch mich übernahm Thilo und liess die Teilnehmer aufstehen. Sie sollten für sich einen guten Platz im Raum finden und den Körper die Bewegungen machen lassen, die er von selbst machen möchte. Ganz ohne Beurteilung und ohne eigenes Wollen. Das ging erstaunlich gut bei den Männern und die Körper kamen in mehr oder weniger Schwingung. Dabei kann es hilfreich sein, den Körper zu Anfang ein wenig 'anzustossen' Vielleicht so wie bei einer Schaukel. Dann aber ist es wichtig nichts mehr zu tun sondern den Körper alleine machen zu lassen. Bei einem Teilnehmer kam erst deutlicher etwas in Bewegung, nachdem er sich aufgrund meiner Unterstützung von der Wand losgelöst hatte, an der er bis dahin Schutz und Halt gesucht hatte.
So in Schwingung kann der Körper ganz weich werden. Ganz durchlässig und Gefühle oder Erfahrungen können auftauchen.
Nach dem anschliessenden Erfahrungsaustausch haben uns die Häftlinge ihren jeweiligen ausgefüllten Fragebogen übergeben, bzw. werden das noch tun. Entweder anonym oder mit Namen versehen.
Damit ist ein weiterer wichtiger Schritt eingeleitet, nämlich eine wissenschaftliche Begleitung. Dipl. Psych. Janine Girzig wird die Bögen auswerten und die Befragung im Verlaufe des Projektes wiederholen, um Veränderungen feststellen zu können.
Auf die Ergebnisse sind wir alle sehr gespannt.
Und dann haben Sie uns die Kopien der ersten Blogs gezeigt, die wir Herrn Feelgood zur Weiterleitung an die Häftlinge übergeben hatten. Jetzt kennen auch die Freunde und Angehörigen die Website des gemeinnützigen Vereins 'Bewusst Sein e. V.' und damit die Projektkonzeption und den Blog.
Herzlich willkommen beim lesen : - ))
Den Rest der gemeinsamen Arbeit haben wir dann im Wesentlichen mit dem Thema Gefühle verbracht.
Gefühle in der genauen Abgrenzung zu Gedanken, Körperempfindungen und Erfahrungen.
Und danach ist eben "böse" kein Gefühl sondern eine gedankliche Bewertung!
Für die Arbeit ist es von grosser Bedeutung, die Gefühle wahrnehmen zu können und zu benennen. Sie sind das wichtigste Vehikel um in die Tiefe zu den Erfahrungen und der 'Inneren Freiheit' zu kommen.
Am Ende haben wir noch über die Organisation und die Schwerpunkte [Körperarbeit] des kommenden Wochenendes gesprochen.
Und wir freuen uns, wenn wir und auch das Filmteam, das wieder einmal dabei sein wird, am Samstag ein warmes Mittagessen bekommen werden. Für reichlich Tee ist auf jeden Fall gesorgt.
Einen guten Abend
Rainer
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